Position zu Palliative Care

CURAVIVA Schweiz fordert die Sicherstellung der Finanzierung der von Bund und Kantone geforderten Mehrleistungen am Lebensende

Bund und Kantone haben im Rahmen der Nationalen Strategie Palliative Care (2010-2015) sowie der Nationalen Plattform Palliative Care (2017-) ein umfassendes Palliative Care-Verständnis und die notwendigen Mehrleistungen definiert: Palliative Care akzeptiert die Endlichkeit des Lebens, setzt sich aber zum Ziel, dass in der verbleibenden Zeit die grösstmögliche, individuelle Lebensqualität des kranken Menschen und seines Umfelds Wirklichkeit wird. Um diesen Anspruch zu erfüllen, muss Palliative Care medizinische Behandlungen, pflegerische Interventionen sowie psychologische, soziale und spirituelle Unterstützung miteinschliessen.

Da grosse Lücken in der Finanzierung von Palliative-Leistungen bestehen, sprechen sämtliche Strategiedokumente von Bund und Kantonen seit zehn Jahren von einem grossen Handlungsbedarf. Die Lösung der grossen Finanzierungsschwierigkeiten der von Bund und Kantonen definierten und geforderten Mehrleistungen lässt weiterhin auf sich warten: So werden heute etwa die Leistungen der Pflege, die auch auf psychosoziale oder spirituelle Bedürfnisse reagieren, genauso wenig durch das Krankenversicherungsgesetz gedeckt wie Leistungen zur Begleitung und Betreuung von Angehörigen oder mobilen Palliative Care-Dienste. Auch die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Ständerats (SGK-S) will nach über zehn Jahren endlich eine Antwort erhalten, indem sie 2018 ein Postulat einstimmig überwies.

In den neu publizierten Positionspapieren setzt sich CURAVIVA Schweiz für ein umfassendes Verständnis von Palliative Care ein und leitet daraus die Herausforderungen in den Alters- und Pflegeheimen ab. Ferner identifiziert CURAVIVA Schweiz die bestehenden Finanzierungslücken sowie Fehlanreize und fordert, dass Bund und Kantonen eine Lösung zur Finanzierung der definierten und geforderten Mehrleistungen endlich bereitstellen.

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